Der seit 1944 im Akademiearchiv verwahrte Nachlass von Helmina von Chézy ist äußerst umfangreich, wobei die Korrespondenz etwa die Hälfte des Bestands ausmacht. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil an Frauenkorrespondenz, der Chézys Vernetzung mit Frauen unterschiedlichster sozialer Stellung und literarischer Bedeutung ihrer Zeit dokumentiert und die geschlechtergeschichtliche Relevanz ihres Briefnachlasses unterstreicht. Seit 2025 wird der Nachlass feinerschlossen – zunächst die Briefe (https://www.bbaw.de/gender-data/chezy ).
Aus diesem Anlass lädt die BBAW am 4. Februar zu einer halbtägigen Veranstaltung, die zwei aufeinander abgestimmte Formate verbindet: einen Mittagssalon und einen anschließenden Workshop
Workshop-Programm
| 13.45 Uhr | Anmeldung/Einlass |
| 14.00–14.20 Uhr | Einführung und kurzer Werkstattbericht zur Nachlasserschließung |
| 14.20–15.00 Uhr | Jadwiga Kita-Huber (Jagiellonen-Universität Krakau): Helmina von Chézys Nachlass in der Sammlung Varnhagen (Jagiellonen Bibliothek in Krakau) |
| 15.00–15.40 Uhr | Selma Jahnke (Österreichische Akademie der Wissenschaften): „Schwestern, es ist das leibhaftige Bild [...] des Communismus!“ oder: Juliette Récamier. Ein – Nekrolog. Ein multidimensionaler Text aus dem Chézy-Nachlass |
| 15.40–16.00 Uhr | Kaffeepause |
| 16.00–16.40 Uhr | Charlotte Zweynert (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg): Wirksamkeitsvermögen. Helmina von Chézy und die Neuperspektivierung von Geschlechtergeschichte |
| 16.40–17.20 Uhr | Frederike Neuber (TELOTA, BBAW) & Sandra Miehlbradt (Archiv, BBAW): Genderspezifika digital sichtbar machen in Archiv und Edition |
| 17.20–18.00 Uhr | Abschlussdiskussion |
Organisation: Frederike Neuber & Michael Rölcke