Alexander-von-Humboldt-Tag

Alexander von Humboldt war am Ende seines Lebens besonders stolz auf seine Arbeiten zur Pflanzengeographie. Tatsächlich galt er als Begründer dieser Teildisziplin der Geographie, aber sowohl der Begriff als auch die ersten Arbeiten zum Thema sind älter. Humboldts Auffassung umfasst sehr viele Aspekte der Pflanzengeographie, sein ganzheitliches Konzept aus natur- und geisteswissenschaftlicher Betrachtung geht auf die Antike zurück. Im Vortrag wird seiner Konzeptentwicklung nachgegangen, wobei Humboldts Verdienste besonders hervorgehoben werden. Dem Zusammenhang zwischen menschlicher Besiedelung der Erde und Ausbreitung von Pflanzen wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dem Thema „eingewanderte Pflanzen“, von einem Kollegen Humboldts als „Aliens“ bezeichnet, werden einige Überlegungen gewidmet.

 

Ein weiterer Vortrag erläutert die Bedeutung des “Fondo Jijón”, einer Anfang des 20. Jahrhunderts durch den ecuadorianischen Gelehrten Jacinto Jijón y Caamaño zusammengetragenen wissenschaftlichen Sammlung, deren Bibliothek und Archiv heute Teil des Kulturministeriums der Republik Ecuador sind. Zu den “Humboldtiana” gehören neben zahlreichen Erstausgaben 472 Originaldokumente mit mehr als 1043 Blättern. Neben der Korrespondenz zwischen Humboldt und zahlreichen Persönlichkeiten verschiedener Länder, findet sich in der Sammlung der von der spanischen Krone für Humboldt und Bonpland ausgestellte “Reisepass” sowie Kartenmaterial und handschriftliche Notizen Humboldts.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Petra Werner: In der Naturgeschichte etwas Höheres suchen? Zu Alexander von Humboldts Pflanzengeographie

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Segundo Moreno Yanez: Alexander von Humboldt und Ecuador

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