Leibniztag 2017

Auf dem alljährlichen Leibniztag wurden die neu gewählten Mitglieder vorgestellt und das Ehepaar Hans-Werner Hector und Josephine Hector wurde mit der Leibniz-Medaille ausgezeichnet. Den diesjährigen Festvortrag „Sprachen über Sprachen. Zwei Brüder und eine Humboldt´sche Wissenschaft“ hielt Akademiemitglied Ottmar Ette. Präsident Martin Grötschel informierte in seinem Bericht über Aktivitäten der Akademie. 

 

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Der Festvortrag 
Innerhalb der Geschichte der Humboldt-Forschung lassen sich drei Phasen unterscheiden. In einer ersten hatten der Universitätsgründer und der Weltreisende kaum etwas gemein. In einer zweiten wurden sie zu Antipoden, insofern sie als Geistes-/Naturwissenschaftler innerfamiliär die These von den Two Cultures (Snow) zu repräsentieren schienen. Doch dies ist heute Schnee von gestern. Blicken wir auf das Jahresthema unserer Akademie, so standen Leben und Wirken der beiden Brüder im Zeichen der unterschiedlichsten Sprachen. Sie kommunizierten und analysierten nicht nur in verschiedensten Idiomen und Wissenschaftssprachen, entwarfen nicht allein deren Geschichte und Geschichten, sondern waren beide davon überzeugt, dass man die Welt nicht vom Standpunkt einer einzigen Sprache aus verstehen kann. Für Alexander wurde der Begriff der Humboldt‘schen Wissenschaft geprägt. Wäre es nicht möglich – wenn auch riskant –, die Brüder im Zeichen einer einzigen Humboldt‘schen Wissenschaft zu begreifen? Eines einzigen Entwurfs der Humboldt‘schen Universität, des Humboldt‘schen Museums, ja gar eines Humboldt‘schen Forums? Für beide galt: Eine Wissenschaft, die ihr Wissen nicht in die Gesellschaft schafft, verkennt ihre gesellschaftliche Bringschuld und ist am Ende selbst schuld, wenn die Gesellschaft sie um ihre Mittel bringt.

Ottmar Ette: Sprachen über Sprachen. Zwei Brüder und eine Humboldt‘sche Wissenschaft

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Bericht des Präsidenten Martin Grötschel

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